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Jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt. Eine archivische Spurensuche

Jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt hat eine lange Tradition und spiegelt sich in unterschiedlichen Kontexten in der historischen Überlieferung wider. Als historisches Gedächtnis des Landes Sachsen-Anhalt bietet das Landesarchiv zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine vertiefende Beschäftigung.

Den Auftakt bildet eine exemplarische Quellenauswahl, die an dieser Stelle sukzessive Schlaglichter auf jüdisches Leben richtet. Zum Einstieg begeben wir uns auf Spurensuche nach den ersten Erwähnungen jüdischen Lebens in der Geschichte des heutigen Sachsen-Anhalt.

Anschließend wenden wir uns landesherrlichen bzw. staatlichen Regelungen jüdischen Lebens zu, die einen Eindruck von der Situation der jüdischen Bevölkerung im Laufe der Zeit vermitteln. Hierunter fallen beispielsweise Genehmigungen zur Errichtung von Friedhöfen und Synagogen, Regelungen zur Religions- und Brauchtumsausübung sowie zu Konfliktsituationen zwischen jüdischer und nicht-jüdischer Bevölkerung. Statistische und topographische Angaben zur Steuererhebung ermöglichen eine Auseinandersetzung mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation des jüdischen Bevölkerungsanteils. Gleichzeitig liefern sie Aufschlüsse zur landesherrlichen bzw. staatlichen Wahrnehmung und Einordnung jüdischen Lebens.

Von besonderem Interesse sind außerdem Unterlagen zu Synagogenbauten, jüdisches Schrifttum und bekannte Persönlichkeiten wie Moses Mendelssohn, die Zeugnis geben vom facettenreichen jüdischen Erbe im heutigen Sachsen-Anhalt.

Das Thema von Ausgrenzung und Gleichberechtigung schlägt sich intensiv in der Überlieferung nieder. Im thematischen Schwerpunkt zum Nationalsozialismus werden die Schlaglichter die systematische Ausgrenzung und den Holocaust in den Blick nehmen. Abschließend werden jüdisches Leben und jüdische Geschichte in der DDR thematisiert.

 

Bislang sind Schlaglicher zu den folgenden Themen erschienen:

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