Arbeitswelten: Leuna I

Abbildung Cover Leuna: Leben zwischen Werk und Gartenstadt 1916-1945.

Lehmann, Jana/Schatz, Marion:
Leuna: Leben zwischen Werk und Gartenstadt 1916-1945.
Hrsg. durch das Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt.
Erfurt 2004.
(Die Reihe Arbeitswelten)
ISBN 3-89702-650-3
18,99 Euro.

Leuna im Mitteldeutschen Chemiedreieck ist für viele ein Synonym für Großindustrie und Umweltverschmutzung. Doch Leuna war viel mehr. Als größter Arbeitgeber der Region bis zur Wende 1990 prägte das Werk das Gesicht der Landschaft und das Leben vieler Generationen.

1916 als "Ammoniakwerk Merseburg GmbH" errichtet, wurde das Werk, welches unter dem von der nahegelegenen Ortschaft abgeleiteten Namen "Leuna" bekannt wurde, schnell zu einem der führenden Chemiewerke der Welt. Parallel zum Bau der Industrieanlagen wurde eine als Gartenstadt konzipierte Werkssiedlung errichtet und für die große Zahl von Beschäftigten beispielhafte, umfassende soziale und kulturelle Einrichtungen geschaffen.

In der vorliegenden Publikation steht nicht die Unternehmens- und Industriegeschichte im Vordergrund. Stattdessen soll mit Hilfe von mehr als 200 Fotos der Arbeitsalltag der Beschäftigten dargestellt und der Frage nachgegangen werden, wie das Werk die Lebensbedingungen der Belegschaft und ihrer Familien und deren Freizeit prägte.

Sämtliche Fotos in diesem Band stammen aus dem Archiv des Leunawerkes, das sich seit 1995 in der Abteilung Merseburg des Landesarchivs Sachsen-Anhalt befindet. Sie stellen jedoch nur einen kleinen Teil der mehr als 140.000 fotografischen Aufnahmen dar, die neben zahlreichen Werkszeitungen, Druckschriften, Plakaten, Tonbändern, Filmmaterial und über 800 laufenden Metern Akten Teil des ehemaligen Werksarchivs sind.

Die Publikation ist über den Buchhandel zu beziehen.